Kategorie-Archiv: Direktzusage

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Heubeck Richttafel RT 2018 G

Heubeck hat neue Richttafeln für die Bewertung von Verpflichtungen der betrieblichen Altersversorgung herausgegegeben. Die neuen Richttafeln basieren auf den neuesten veröffentlichten Statistiken zur Lebenserwartung.

Erstmals fließen auch Forschungsergebenisse zur Auswirkung der Rentenhöhe auf die Lebenserwartung mit in die Richttafel ein: Für Arbeitnehmer mit höheren Renten ist in den Richttafeln 2018 G ein pauschaler Abschlag auf die Sterblichkeiten enthalten.

Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt weiter an, wenn auch nicht mehr so schnell wie bisher. Weiterhin ist die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle für Personen ab 58 Jahren gesunken. Die Unterschiede in der Lebenserwarung zwischen Ost und West, sowie zwischen Mann und Frau gehen weiterhin zurück.

Es ist davon auszugehen, dass die Richttafeln 2018 G für künftige Jahresabschlüsse zu beachten sind. Ein entsprechendes BMF-Schreiben wird erwartet. Die Pensionsrückstellungen werden ca. 0,8 bis 2,5% höher ausfallen, als würden diese auf Basis der Richttafeln 2005 G ermittelt.

Zinsaufwand aus der Änderung des Rechnungszinses

Wie entsteht ein Zinsaufwand aus der Änderung des Rechnungszinses?

Pensionsverpflichtungen werden auf den jeweiligen Bilanzstichtag abgezinst. Der heutige Erfüllungsbetrag ist also vereinfacht derjenige Wert, den man heute benötigt, um bei einem gegebenen Zinssatz später die Versorgung zahlen zu können. Bei einem hohen Zinssatz ist der Wert heute geringer, bei niedrigen Zinsen fällt er höher aus.

Beispiel: 100.000 EUR Einmalkapital werden in 20 Jahren benötigt. Bei 4% Zins benötigt man heute 45.639 EUR zur Finanzierung. Bei 3% Zins werden jedoch 55.368 EUR benötigt.

Fällt also der Rechnungszins wie im Beispiel von 4% auf 3% steigt der Erfüllungsbetrag in der Gegenwart deutlich an. Die derzeit jährlich sinkenden Rechnungszinsen für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen sorgen also dafür, dass jährlich Zinsaufwand aus der Änderung des Rechnungszinses entsteht.

Die Höhe dieses Zinsaufwands aus der Änderung des Rechnungszinses ist in erster Linie abhängig von der Höhe der Zinsänderung und der Duration der Verpflichtung. Versorgungsverpflichtungen haben oft eine Duration zwischen 10 (Rentner) und 20 (Aktive Mitarbeiter). Via faustformel lässt sich der Effekt wie folgt ermitteln:

Zinsänderung in % x Duration der Verpflichtung = Änderung der Rückstellung in %

Zinsänderung 0,33% x Duration 20 = 6,6% Änderung der Rückstellung

Abfindung Direktzusage an Gesellschafter-Geschäftsführer

Direktzusagen (auch als Pensionszusage oder Versorgungszusage bezeichnet) an Gesellschafter-Geschäftsführer unterliegen regelmäßig nicht dem Abfindungsverbot nach § 3 BetrAVG, wenn der Gesellschafter-Geschäftsführer während der gesamten Dauer des Erdienens eine beherrschende Stellung inne hatte. Ist dies der Fall kann aus arbeitsrechtlicher Sicht abgefunden werden. Weiterlesen

Langlebigkeitsrisiken in der bAV

Der Begriff Langlebigkeitsrisiko bezeichnet in der betrieblichen Altersversorgung das Risiko, dass ein Betriebsrentnerkollektiv länger lebt, als dies durchschnittlich zu erwarten wäre. Hierunter kann auch das Risiko subsummiert werden, dass Hinterbliebene von Betriebsrentnern deutlich jünger sind. Denn: beiden Fällen ist gemein, dass die prognostizierten Kosten für zu erbringende Rentenleistungen überschritten werden. Weiterlesen

Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsrecht

Aktuell sinken die Zinsen für die handelsrechtliche Bewertung von Versorgungsverpflichtungen deutlich. Grund hierfür ist das lang anhaltende Niedrigzinsniveau, dass nun auch den 7-jährigen Durchschnittszins deutlich nach unten zieht. Die Bundesbank veröffentlicht jeden Monat die relevanten Zinssätze.

Hält die Niedrigzinsphase weiterhin an, ist mit folgenden Bewertungszinsen in der Zukunft zu rechnen (Annahme: Aufschlag der Bundesbank bleibt etwa konstant): Weiterlesen

Rentenversicherungen in der bAV aufschieben

  • Direktzusagen in der Betrieblichen Altersversorgung oft unterfinanziert
  • Modell rechnet sich bereits ab einer Alternativ-Verzinsung von 3,3 Prozent im Jahr

Blaustein, 28.10.2014. Das wirtschaftsmathematische Institut Mensch & Kuhnert GmbH empfiehlt Beratungsgesellschaften und Versicherungsvermittlern, im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung für Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) die Zahlungen aus Rentenversicherungen aufzuschieben. Die Rentenversicherungen sollten demnach deutlich später zur Auszahlung kommen als es das Ausscheiden aus dem Berufsleben vorzugeben scheint, so beispielsweise erst im 85. Lebensjahr. Weiterlesen