Renten­ver­­siche­rungen in der BAV auf­­schieben

Direktzusagen in der betrieb­lichen Alters­ver­sor­gung oft unter­finanziert

Modell rechnet sich bereits ab einer Alternativ-Verzinsung von 3,3 % im Jahr

Blaustein, 28.10.2014.
Das wirtschafts­mathe­matische Institut Mensch & Kuhnert GmbH empfiehlt Beratungs­gesellschaften und Ver­sicherungs­ver­mittlern, im Rahmen der betrieb­lichen Alters­ver­sor­gung für Gesell­schafter-Geschäfts­führer (GGF) die Zah­lungen aus Renten­versiche­rungen auf­zu­schie­ben. Die Renten­versiche­rungen sollten dem­nach deutlich später zur Aus­zahlung kom­men als es das Aus­scheiden aus dem Berufs­leben vor­zu­geben scheint, so z. B. erst im 85. Lebens­jahr.

Hinter­grund ist die Tat­sache, dass die sehr ver­brei­teten Direkt­zu­sagen in der betrieb­lichen Alters­ver­sor­gung häufig unter­finan­ziert sind. Die Unter­nehmen sind nicht ver­pflichtet, da­für lau­fend geson­dertes Ver­mögen bereit­zu­stellen, so dass die erforder­lichen Mittel zu Renten­beginn dann nicht zur Ver­fügung stehen.

Renten­ver­sicherung durch maxi­malen Auf­schub auf Risiko­ver­sicherung gegen Lang­lebig­keit re­du­zieren

Die Renten­versiche­rung ist vor dem Hinter­grund steigen­der Lebens­erwar­tungen und als Hinter­bliebenen­absicherung zwar eine ge­eignete Form zur Innen­finan­zierung der betrieb­lichen Alters­ver­sorgung, aber sie ent­zieht dem Unter­nehmen von Be­ginn an Ka­pital. Wird die Renten­ver­sicherung je­doch auf zum Beispiel das 85. Lebensjahr aufgeschoben, reduziert sie sich quasi auf eine Risikoversicherung gegen Langlebigkeit. Dadurch verringert sich auch die Kapital­anlage­kompo­nente und das Kapital bleibt im Unter­nehmen. Im Gegen­zug muss das Unter­nehmen die laufen­den Renten bis zum 85. Lebens­jahr aus freien Mitteln finan­zieren – damit bleibt auch steuer­lich alles beim Alten. Ob das Kapital im Unter­nehmen effek­tiver in­vestiert werden kann als beim Ver­siche­rer, ob­liegt der Ent­schei­dungs­gewalt des Unter­nehmers.

MK-Geschäfts­führer Stefan Kuhnert sagt: „Schon ab einer Ver­zinsung von 3,3 Pro­zent im Jahr er­geben sich Vor­teile für das Unter­nehmen.“ Zu­dem ist die Hemm­schwelle für das Unter­neh­men deut­lich niedriger, auf diese Weise für den GGF vor­zu­sorgen.