Kategorie-Archiv: Unterstützungskasse

Die Unterstützungskasse ist einer von fünf Durchführungswegen der betrieblichen Altersvorsorgung. Sie ist im Rahmen des „Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung“ (BetrAVG) als rechtsfähige Versorgungseinrichtung definiert, die keinen Rechtsanspruch auf die Vorsorgeleistungen gewährt. Dennoch besteht für den Arbeitnehmer Sicherheit über die Leistungen, da der Arbeitgeber auch dann für die Erfüllung der von ihm zugesagten Leistungen einsteht, wenn die Durchführung nicht unmittelbar über ihn erfolgt. Der Arbeitber hat also in jedem Falle dafür Sorge zu tragen, dass die Versorgungszusage gegenüber dem Arbeitnehmer erfüllt wird.

Umsatzsteuer für Unterstützungskassenverwaltung

Auf Basis des BMF-Schreibens vom 18.12.1997 sind Verwaltungsleistungen von Unterstützungskassen umsatzsteuerfrei. Gleiches gilt auch für Leistungen von Verwaltungsunternehmen, die von der Unterstützungskasse mit der Verwaltung beauftragt wurden. Die Leistungen sind gegenüber den Trägerunternehmen bzw. gegenüber der Unterstützungskasse ohne den Ausweis von Umsatzsteuer mit Verweis auf § 4 Nr. 8 Buchst. h UStG abzurechnen. Dieser Verwaltungspraxis steht nun das BFH Urteil vom 26.7.2017, XI R 22/15 entgegen, dieses ist jedoch bisher nicht veröffenticht und somit nicht anzuwenden. Weiterlesen

Langlebigkeitsrisiken in der bAV

Der Begriff Langlebigkeitsrisiko bezeichnet in der betrieblichen Altersversorgung das Risiko, dass ein Betriebsrentnerkollektiv länger lebt, als dies durchschnittlich zu erwarten wäre. Hierunter kann auch das Risiko subsummiert werden, dass Hinterbliebene von Betriebsrentnern deutlich jünger sind. Denn: beiden Fällen ist gemein, dass die prognostizierten Kosten für zu erbringende Rentenleistungen überschritten werden. Weiterlesen

Rentenversicherungen in der bAV aufschieben

  • Direktzusagen in der Betrieblichen Altersversorgung oft unterfinanziert
  • Modell rechnet sich bereits ab einer Alternativ-Verzinsung von 3,3 Prozent im Jahr

Blaustein, 28.10.2014. Das wirtschaftsmathematische Institut Mensch & Kuhnert GmbH empfiehlt Beratungsgesellschaften und Versicherungsvermittlern, im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung für Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) die Zahlungen aus Rentenversicherungen aufzuschieben. Die Rentenversicherungen sollten demnach deutlich später zur Auszahlung kommen als es das Ausscheiden aus dem Berufsleben vorzugeben scheint, so beispielsweise erst im 85. Lebensjahr. Weiterlesen